Führerschein bestanden

Der Fortbildungswahn nimmt einfach kein Ende. Nachdem ich von einer Kollegin erfahren hatte, dass man tatsächlich einen Nähmaschinenführerschein machen kann, hat sich die gesamte Bevölkerung von Neuschnoogland umgehend für diese äusserst spektakuläre Bildungsmassnahme gemeldet. An diesem Wochenende wurden nun in einem 5 stündigen Intensivkurs die wichtigsten Handgriffe eines tapferen Schneiderleins an einer „Pfaff expression 3.2“ einstudiert. Ich darf an dieser Stelle einräumen, dass die Komplexität einer solchen Maschine einen durchschnittlich Technikbegabten durchaus vor ernsthafte Herausforderungen stellen kann.

Das Ganze hat aber sehr viel Spass gemacht und ist für den interessierten Zeitgenossen unbedingt zu empfehlen – alleine schon die Einfädelhilfe ist so filigran, dass ich die ohne Hilfe gar nicht erkennen konnte. Von dem Nadelöhr, wo der Faden nunmal durch musste, ganz abgesehen – das kenn ich nur vom Hörensagen. (Notiz an mich: Optiker)

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Das Yoog, die Pfaff und die Körnermaus

 

Karrierepläne

Die Kinder hier in Slowenien haben jetzt 10 Wochen lang Sommerferien. Die Frau Zeltplatzwartin (fliesend englisch und vermutlich auch slowenisch und in allen fremdenverkehrstechnischen und kaufmännischen Dingen stolperfrei), welche mit derzeit 2 vermieteten Plätzen auch nicht unbedingt Burn-Out gefährdet ist, meinte jedoch, sie denke darüber nach, Lehrerin zu werden.

Man fragt sich dann schon, was in Deutschland genau schief gelaufen ist, als man das endlose Herumbrackern zum höchsten Kulturgut erhoben hat.

Frühsommerexpeditionistik

Derzeit befinden sich die Schnoogs auf einer Expeditionsreise in völlig unbekannte Gefilde. Also jedenfalls ist das der Plan (und wer die Üblichen Pläne vom Yoog so kennt…). Nach ein paar Tagen der Höhenakklimatisation im Allgäu, die wir auch gleich der Bierakklimatisation gewidmet haben, befinden wir uns derzeit auf unserem Lieblingscampingplatz in den völlig unbekannten Gefilden Südtirols.

Derzeit verlieben sich direkt vor unserem Bulli gerade alle 7-12 jährigen Mädchen des Zeltplatzes in einen Jungen mit grünem T-Shirt. Diese Verlieberei ist dermassen laut, das ich die Aussicht auf den holländischen Polo unseres Nachbarn überhaupt nicht mehr geniessen kann und darüber sinniere, die Weinvorräte beim Zeltplatzgrillfest einer quantitativen Kontrolle zu unterziehen.

Worauf ich aber eigentlich verweisen wollte, ist dieses unglaublich praktische flickr-plugin (seitlich, unten oder oben, je nachdem welches smart-device man gerade am Wickel hat), welches das yoog in tagelanger Programmiererei nun so hingefriemelt hat, das immer die neuesten Expeditionsbilder drauf zu sehen sind.

apropos Hairman

Der Hairman aus dem letzten Post bezog sich ja auf Hermann den Cherusker, auf dessen Spuren wir ja nun bekanntlich im Rahmen einer Laufsportveranstaltung gewandelt sind.

Als einer meiner Lieblingskollegen neulich wegen eines wichtigen Plausches durch die Bürotür stürmte, ihm dann allerdings auf der Türschwelle der Atem stockte und er die Kaffeetasse fast der Gravitation preisgab und überhaupt sein ganzer Körper mitten in der Bewegung erstarrte… während also das Universum einen dieser Gedankenstriche machte, stammelte mein Kollege die Worte
„Alter, Du musst zum Frisör!“

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hab ich’s also geschafft – ich bin ein Hairman