In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, einer Zeit des Aufbruchs, des Innehaltens und Stehenbleibens sowie der Veränderung und des Stillstands… (Ähm… Abzweig zum eigentlich Thema verpasst…)

Jedenfalls neigen wir Menschen ja dazu, alles irgendwie bewerten zu müssen. Damit man alles bewerten kann, hat sich die Menschheit eine universelle Äquivalenzeinheit ausgedacht. Mit der können wir nun alles wild herumvergleichen. Ein Goldhamster mit einer Tonne Stickstoff, ein Düsenjetseitenfenster mit einem Apfelbaum, eine Stunde schwimmen mit einer Stunde wichtige Reden halten usw…

Und neulich dann, entdeckte das Yoog eine dieser neuartigen Vergleichswunderwerke in der Gemüseabteilung. Hier erfasst eine Kamera das Vergleichsobjekt und normiert es unter Aufsicht einer gigantischen Gemüsedatenbank auf ein Vergleichsgemüse. Das Yoog hat natürlich sofort die unglaublichen Möglichkeiten einer solchen Apparatur erkannt und das Schnaak angewiesen, sich der komplizierten Vergleichsprozedur zu unterziehen.

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Das Ergebnis ist wirklich verblüffend – das Gerät hat die Hand vom Schnaak nach der aberwitzigen Rechenzeit von 10 Sekunden unverzüglich entweder der Kategorie Möhre, Apfel, Sonderposten Apfel oder Zwiebel zugeordnet. Es hätte aber auch sein können, dass die Hand vom Schnaak etwas noch ganz Anderes ist. Das Gerät ist sich da wohl noch nicht ganz sicher und bietet vorsorglich noch ein paar Optionen an.

Wo wir hier doch aber gerade übers vergleichen sinnieren… Bischen seltsam kam uns das ja schon vor, weil der komplizierte Aparatismus ja irgendwie überhaupt keinen Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Waage-Drückknopf-Kombination oder gar der offenbar gänzlich aus der Mode gekommenen Verkäuferinnenvariante bietet.

Hier bleiben Fragen offen. Haben wir es mit einer neu eingeführten Gemüseüberwachungstechnik zu tun? Werden jetzt alle Petersilienbüschel, Zitronen und Erdnüsse in einer bundesweiten Datenbank erfasst?

Sei’s drum – ich bin jedenfalls froh, keinen Sellerie geheiratet zu haben.