4 Jul 2008
Und dann war da ja noch…
…die Bretterbude.
Irgendwie ist die ja fast so nebenbei entstanden. Hier mal ne Schraube und da mal ein Hölzchen und ab und an mal drei Tage pausenloses Herumschreddern.

Zunächst haben wir den Bretterbudenclaim erstmal mit Rasenkanten abgesteckt. Das macht man, damit man ordentlich über die Dinger stolpern kann.

Hinterher kommt Kies rein. Ich hab das gleiche Zeug genommen, wie zum Zement anrühren. Weil sich das besser in den Schuhen verteilt und man es so zuverlässiger in die Wohnung schlabbert (und weil davon noch ein Haufen herumlag).

Dann kam der Tag, an dem die Bretterbude beim Händler lag. Schlau, wie wir nun mal sind, haben wir uns die Anlieferung gespart und das Zeug stundenlang selber durch die Gegend geackert… insgesamt 3 solche Fuhren – da ächzen Rumpelbrumm und Bandscheiben um die Wette.

Zwischendurch noch ein bischen mit dem Benzinnudelholz herumgedengelt…

Hier sehen wir das Schnaak bei der Qualitätskontrolle unserer ausgeklügelten Unterkonstruktion.

Und hier sind dann schon die Fussbodenbretter draufgenagelt – Grund genug für einen zünftigen “Dans op de Deel” – da schlackern die Jumpstyler und Breakdancer nur mit den Baseballkäppies… jawoll

Die Wände muss man zunächst festhalten – es empfiehlt sich daher, Bretterbuden mit vormontierten Wänden bei Windstille aufzubauen.

Das irgendwas schief ist will man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hören…

Und irgendwie werden die Teile, die noch wirr in der Gegend herumliegen und auf den Einbau warten, auch nicht wirklich weniger… Obwohl doch das halbe Dach schon drauf ist.

Ein paar Teile sind übrig – keiner kann so recht sagen, wo die hingehören. Vermutlich bricht das ganze nächste Woche wieder zusammen. Aber jetzt wissen wir ja wie’s geht.
Ein paar Abschlussgedanken seien mir noch gestattet:
- Die Bedienungsanleitung ist auf das allernotwendigste reduziert und selbst für technisch versierte Zeitgenossen mitunter etwas unverständlich – dafür aber in allen Sprachen die man nicht versteht.
- Manche Masse passen selbst schon in den Zeichnungen nicht zueinander.
- Die Verarbeitung dieser Buden ist, gemessen am Preis, unter ferner liefen einzustufen.
- kompletter Selbstbau wird vermutlich nicht billiger aber auf jeden Fall deutlich besser.
- wenn diese hier nächste Woche zusammengefallen ist, kauf ich Holz beim Händler und bau die nächste auch lieber selber. (das dauert zwar 4 Jahre länger, aber die hält dann mindestens 2 Wochen – also vermutlich doppelt so lange)
… upps, fetter Eintrag ist das heute
Also ich find die toll.
Also die Hütte jetzt.
Und die Fotos.
Sie, ja, Sie auch.
;-)
Budenzauberin
Juli 4th, 2008 at 23:01permalink
Imposanter Eintrag, prächtige Hütte. Komme demnächst zur Hüttentaufe vorbei. Gruß der “sehr schräg gegenüber” Nachbar.
Matze
Juli 8th, 2008 at 18:57permalink
Huch, Frau Budenzauberin… das freut mich aber.
Ah, und Hüttentaufe ist auch gar keine schlechte Idee – muss ich mir noch nen Namen ausdenken. Könnte allerdings passieren, dass der Täufling die Grätsche macht, wenn die Schampuspulle dagegen dengelt…
Yoog
Juli 8th, 2008 at 20:17permalink
Wow, da kömmt ja richtiges Pipi-Langstrumpf Feeling auf? Ist das das Modell Malmö? Wofür ist denn das Schrägbrett (links im Bild)? Sieht so aus als wäre das ein wichtiges Konstruktions- und Stützelement.
Gruß an dich und die Schnacki,
Oliver
Oliver
Juli 15th, 2008 at 12:17permalink
Nein nein – es handelt sich hier um den Familienschnitzschuppen Lönneberga. Und das wichtige Konstruktionselement, welches das architektonisch geübte Auge da sieht, ist eine meiner ersten Schnitzkunstarbeiten… für jeden Tag, den die Bude nicht umfällt, ritz ich ne Kerbe in die Latte.
Aber einen gewissen statischen Nutzwert kann ich wohl nicht verleugnen…
schönen Gruss nach München
Yoog
Juli 15th, 2008 at 20:35permalink