Botanistik


Jo, viel los in letzter Zeit – das neuschnoogsche Unkraut übernimmt langsam die Weltherrschaft und lässt uns kaum Zeit zum Luftholen… Naja und so paar andere Sachen gibts in so nem Haus ja auch noch zu tun…

Nichtsdestotrotz wollte ich trotzdem mal wieder kurz über die Geschehnisse an der Mammutbaumfront berichten.
Im letzten Jahr, haben wir uns ja alle noch brav an die Bedienungsanleitung vom mammutbaumsamen gehalten, mit dem ergebnis, dass die Kolosse irgendwie nicht so richtig in Schwung gekommen sind. Genau genommen ist eigentlich nur noch einer übrig geblieben und der hatte am 30.04.2007 seinen ersten Geburtstag.

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Das ist Yoda, ein Küstenmammut mit einem Hang zum asymmetrischen…
wieso der eine Ast derart überdimensioniert ist, wird wohl eines der grossen botanischen Rätsel der Geschichte bleiben
Der übrig gebliebene Kollege Bergmammut sah so verwurstelt aus, das ich ihn für die letzten paar Tage seines Daseins nach draussen versetzt hab – dort hält der sich aber nunmehr auch schon verblüffend lange mit seinen zwei grünen Pixelchen auf’m Scheitel…

Dieses Jahr hab ich dann mal auf die Erfahrung von Frau Budenzauberin zurückgegriffen und hab die Dinger stumpf in nen Topf Blumenerde geschmissen – das finden die Bäumchen auch in Neuschnoogland irgendwie besser, wie man auf dem Bild erkennt. Bis auf ein paar Attacken von übergschnapptem Flattervieh, welches sich in den Kopf gesetzt hat ausgerechnet meine Bergmammutklasse umzugraben, lief das dieses Jahr sehr viel glatter.

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Das ist doch mal ein Wald… ein neuschnoogscher…

Weil bei den Schnoogs im Garten quasi gar nichts voran geht – der gemeine Städter unterschätzt meist den Aufwand eines wie auch immer gearteteten Gartens – hat sich das Yoog zur Angewohnheit gemacht, hin und wieder mal ein Bild vom Balkon von der Stelle am Haus, wo ursprünglich der Balkon mal hinsollte zu knipsen. Hintereinandergereiht ergibt das dann einen Zeitraffer, auf dem man wenigstens ein bischen Veränderung bei der Kultivierung von Neuschnoogland erkennen kann (in Wesentlichen ist das noch die Europalette, die ab und an im Weg liegt und dann verschoben wird)

Wie das Yoog feststellen musste, ist auch in diesem filmischen Meisterwerk mal wieder der Vor- und Abspann länger als die Handlung – das wird sich aber vermutlich noch ändern.

sind – Dank eines Filmfriedels namens Alfred – in den 60ern mal als aggressiv, blutrünstige Kreaturen in einem Film entlarvt worden. In den 70ern hat man das dann wegen dem Liebe, Peace, Eierkuchen-Lebensgefühl irgendwie wieder verdrängt – da warens wieder die niedlichen Piepmätzchen. In den 80ern, wo die Menschheit fast am sauren Regen gestorben wäre, waren Vögel der Inbegriff allen Gutens, nur um in den 90ern thematisch vom Tod Eines Gitarristen namens Kurt und der Panikmache vor der Jahrtausendwende (wir erinnern uns: alle elektrischen Geräte werden im Januar 2000 nicht mehr funtionieren, weil sie nicht zählen können…) verdrängt zu werden.

Jetzt haben wir die öhm, äh… die Nuller (oder wie nennt man das derzeitige Jahrzehnt?) und offenbar hat sich noch niemand Gedanken über die Rolle der Vögel in der heutigen Zeit gemacht. Ich will da grad mal ein paar Anregungen geben:

Dreist und verfressen – das sind die Vögel der heutigen Zeit.
Die hopsen hier nämlich unschuldig guckend über‘s Unkraut die Wiese und schnurpsen mir dann meinen frisch ausgebrachten Mammutbaumsamen direkt aus den Töpfen raus. Das ist nicht witzig, meine lieben Amseln, Drosseln, Geier und Pinguine. Da hört der Spass auf!

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…hab den ganzen Topfgarten jetzt erstmal wieder im Wohnzimmer aufgebaut (wirklich praktisch, so ein Garten… vor allem neben dem Sofa in der Fernsehecke)
Hauptsache die Flatterpiepse schreddern jetzt nicht durch die Scheiben – so wie im Film vom Alfred… damals… in den 60ern…

Nu isses auch beim Yoog soweit. Die ersten Pepperoni können von den Plantagen im Kinder Arbeitszimmer geerntet werden um anschliessend im Experimentierlabor in der Küche ersten Untersuchungen unterworfen werden.

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Vorn im Bild ein Exemplar der Gattung Paprika Supreme F1 (Schärfegrad 1-2) und im hintergrund eine Carmen (Schärfegrad 1). In der Schärfeskala von 1 – 10 rangieren die Kandidaten also noch unter der Rubrik Brotaufstrich.

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Anders sieht das bei den nächste Aspiranten aus. Riot wird mit Schärfegrad 7 angegeben – somit sollte man da vielleicht schon etwas vorsichtiger mit umgehen.

Ich hoffe sehr, dass ich dieses Jahr aber auch noch in die Verlegenheit kommen werde, im heroischen, der Forschung und Wissenschaft dienenden Selbstexperiment, Tests an den Stufe 10 Früchten vorzunehmen…

Derzeit passiert hier ja nicht so wirklich viel – und schonmal gar nichts, was man spektakulär auf einen Datenspeicher bannen könnte. Nichtsdestotrotz verwirklichen wir weiter fleissig unsere Kolonisierungspläne.
Ein wichtiger Punkt bei einer Besiedelung ist das Terraforming. Wir formen unser Terra derzeit ja hauptsächlich mit Lupinen, aber die Neuschnoogsche Flora weist natürlich eine viel grösseren Artenreichtum auf.

Zum Beispiel “Spock” unsere Sonnenblume…

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Die haben wir damals vorm Baggertod gerettet und erstmal an unsere Hauswand umgesiedelt. Da lockt sie jetzt die ganzen lustigen Hummeln an, die wir dann mit akrobatischen Fuchteltänzen wieder von unseren belegten Brötchen verjagen müssen. Womit wir schon bei der neuschnoogschen Tierwelt wären. Die besteht neben den wildgewordenen Hummeln, Heerscharen von Ameisen und den Tauben, die sich gern mal am Lupinensamen bedienen auch aus einer Horde von Graugänsen, die ihr Lager auf dem Feld nebenan aufgeschlagen haben…

Ich muss dringend mal versuchen, die irgendwie mit der kleinen Knipse aufs Bild zu bekommen bevor die zu ihrem Winterquartier aufbrechen.

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