Neuschnoogland


Heute war’s dann mal soweit. Horden von Schindelpaketen okkupieren den völlig verdutzten Kofferraum vom Rumpelbrumm und erwarten nun, vom Yoog auf die Bretterbude genagelt zu werden. Die Sparlösung mit der Teerpappe bei Erbauung der Bude hat sich als nicht sonderlich nachhaltig erwiesen und noch nen stürmigen Herbst hätte das Gefladder vermutlich eh nicht gehalten.

Demnächst werden wir also die Nachbarn wieder mit tagelangem fröhlichen Bretterbudengehämmer erfreuen…

Dachschindelalarm

Der eine oder andere Kosmonaut hat ja sicherlich schon bemerkt, dass das Yoog seit geraumer Zeit an dem Neuschnoogland-Wetterprojekt bastelt. Just in dem Moment, wo sich die ganze Apparatur so langsam Ihrer Endkomplexität nähert, fängt nun die Sensoreinheit an zu spinnen – natürlich hatte ich das Ding vorsorglich schonmal auf’s Dach genagelt – eine Stelle, die überaus vorteilhaft für Wartungs- und Reparaturarbeiten ist.

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Durch den konsequenten Verzicht auf Sauerstoffmasken konnte das Ausrüstungsgewicht deutlich verringert und vom Einsatz einiger Sherpas abgesehen werden. Das Proviantmanagement im Basislager auf der Terrasse wurde vom Schnaak bestens gemeistert – die hat dann auch noch gleich die Dokumentation der Expedition vorgenommen.

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Auch die äusserst friemeligen Arbeiten an der komplizierten Technik verliefen ohne Wetterum- oder andere Stürze.

Leider lags nicht an der Pufferbatterie – Die Station produziert nach wie vor völlig willkürliche Aussetzer – Muss ich das Ding wohl mal im Laberatorium untersuchen. Apropos Laberatorium – da gibts jetzt auch den Bericht von der Neuschnoogschen Bierbrauaktion – falls das einen interessiert.

Vor lauter Sommer bin ich den interessierten Kosmonauten ja noch den letzten Bauabschnitt der Terrassenkonstruktion schuldig geblieben. Das hol ich dann mal – wegen des derzeit vorherrschenden Feuchtklimas – heute nach.

Nach unendlich vielen stilistischen Betrachtungen konnten sich die Schnoogs dann auch auf eine adäquate Kiessorte einigen – wir haben uns schlussendlich für Rheinkies entschieden, welcher selbstverständlich nicht am Lager war, sondern bestellt werden musste und in praktischen 1Tonnen-Tütchen daherkam.
Selbstverständlich haben wir uns die Anlieferung gespart und haben jedes einzelne Steinchen persönlich vom Hänger auf die Plane, von der Plane in die Schubkarre und von der Schubkarre ums Haus und unter die Terrasse gewuchtet…

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Beim verteilen erfreuten wir uns wieder einmal der perfekten Planung – passte die Schubkarre doch praktischerweise gerade eben noch zwischen die Balken. Das hab ich natürlich bei den Planungen vorhergesehen *öhmja*

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am Ende der ganzen Aktion sieht das ganze dann etwa so aus – wichtig dabei ist, die sündhaft teure Unkrautfolie zu verlegen – man hat dann ca. 2 Wochen länger Ruhe vorm Unkraut. Nun fehlen eigentlich nur noch die Konterlattung und die Dielen…

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Die Dielen aufschrauben ist im Grunde genommen relativ einfach – dauert aber ewig, weil jede Diele mit einer Unmenge an Schraubzwingen in eine möglichst ästhetische Gesamtform überführt werden muss…

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nachdem die ersten Quadratmeter festgedengelt sind ist es dann an der Zeit erstmal etwas Nahrung zu sich zu nehmen. Für den ambitionierten Terrassenbauer ist es ungemein wichtig möglichst viel von diesem scharfen Senf aufs Brötchen zu schmieren… das hat historische Gründe…

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Nach einiger Zeit ist die Westtribüne soweit fertig…

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…die letzten Brettchen werden drappiert… Zwischendurch selbstverständlich zig mal neue Schrauben besorgt, weil man so unendlich viele davon braucht. Es sprengt wirklich jegliches Vorstellungsvermögen, wie die sündhaft teuren Edelstahlschrauben aus den Päckchen diffundieren und von der Terrasse regelrecht inhaliert werden…

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Je weiter der Terrassenbau voranschreitet, desto mehr Spass machen die Pausen… desto länger dauern die aber dann auch…

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Und abends wird selbstverständlich auf den frisch verlegten Dielen dinniert

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Zu guter letzt gibt es eigentlich nur noch zu sagen, dass das bauen Spass gemacht hat. Man fragt sich allerdings schon, wie die früher – als es noch keine Akkuschrauber gab – sowas gebaut haben. Zu gegebener Zeit werd ich mal nen etwas detaillierteren Baubericht verzapfen und den ins Laberatorium stellen. Bis dahin werden wir aber erstmal den Sommer auf unserem Sonnendeck vertrödeln…

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Ein paar Details (z.B. Treppchen usw.) gibts ja noch zu basteln. Ansonsten steht dann das Grossprojekt für’s nächste Jahr auch schon fest.
Die Schnoogs werden dann nämlich einen Gartenteich an die Terrasse anflanschen.

Nachdem die meisten Punktfundamente nun in der Erde stecken – (bei einigen ist die endgültige Lage einfach noch nicht klar und von der Computergestützten Terrassenplanung haben wir uns weitgehend verabschiedet) – ist es nun an der Zeit, ein wenig mit den grossen Holzstengeln für die Unterkostruktion herumzumachen. Das verspricht eine tolle Arbeit zu werden, weil wir dadurch vielleicht mal wieder durch den Garten laufen können, ohne über gefällte Bäume zu stolpern.

Begonnen haben wir dann gleich mit ein paar kleineren Schwebebalkenkonstruktionen auf der Südtribüne…

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ganz allmählich wird der Mikadohaufen mit den Holzstengeln dann auch weniger. Mit jedem neuen montierten Schwebebalken kommen weitere mannigfaltige Möglichkeiten der Nutzung einer halbfertigen Terrasse ans Licht.

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Man kann darauf zum Beispiel testen, ob sich die geographische Lage zur Einnahme von Weizenbier eignet…

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oder endlich mal den Karate-Kid-Kranich trainieren, weil wir das damals in den den 80ern zeitlich nicht mehr geschafft haben…

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oder man schläft einfach drauf ein.

Nach all diesen abnormen Anstrengungen steht dann auch irgendwann die Unterkonstruktion selbständig (ohne das jemand irgendwo festhalten muss) und man muss sich langsam mal überlegen, was sich eigentlich unterhalb der Unterkonstruktion so abspielt – da siehts nämlich noch etwas unkoordiniert aus.

Derzeit Überschlagen sich die Dinge in Neuschnoogland – Eine Katastrophe jagt die Nächste… Neulich war sogar eine Schraube von der Schubkarre abgefallen – aber dank der Geistesgegenwart des sehr erfahrenen Schubkarrenführers (Yoog) welcher weit über 10 Schubstunden vorweisen kann, verlief die Notschiebung glimpflich und der gesamte Kies konnte gerettet werde.

Hier mal ein paar Impressionen von der Holzladung, die ich in Anfällen von Grössenwahn neulich noch eigenständig durch die ostwestfälische Prärie transferieren wollte…

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Wo dann das Holz nun gerade mal da herum liegt kann man es auch schon mal ans Haus halten, um zu sehen, wie es sich so macht… Das Ergebnis ist eher enttäuschend – irgendwas ist noch schief… Da müssen wir wohl noch bischen optimieren.

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Die Tatsache, dass mittlerweile die Hölzchen gekommen sind ist trügerisch. Die nächsten Monate verbringen wir mit Pinseln…

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… und Zement anrühren (Ja, wir machen das auf traditionelle Weise – wie unsere Vorfahren – ohne Mischer, was ziemlich dämlich ist, aber das Geld fürs Fitness-center spart).

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Wir bohren Kilometertiefe Löcher ins Erdreich…

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und basteln Fundamente, Fundamente, Fundamente

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Und weil das hier sonst zu lang wird, gibts in der nächsten Gartensendung die Bilder von den Holzbasteleien, der Kiesverschleppung und all den anderen Aktivitäten, die den Pyramidenbau in Ägypten zum Pillepalle Lego-Gedöns degradieren.

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