Neuschnoogland


Das Yoog spielt ja ganz gern mal mit diesem Google-3D-Tool herum… Nicht das ich ein grosser Fan von Google wäre, aber das Ding ist wirklich praktisch. In der mittlerweile 7. Generation hat die Terrasse am Bildschirm nun auch endlich die Ausmasse, wie wir sie versuchen werden, in die Wirklichkeit umzusetzen.

Dem geneigten Terrasssenkonstrukteur sei nämlich schon an dieser Stelle vermittelt, dass man zwar am Computer herrlich planen kann – aber schon beim basteln der ersten 4 Punktfundamente mindestens ein Lichtschacht im Weg ist oder man bei den Bohrarbeiten auf eine von diesen frisseligen Plastikdachrinnenverlängerungsleitungen stösst, auf die man nun wirklich kein Fundament aufsetzen möchte…

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Derweil hat sich auch das Sägewerk gemeldet und dem Yoog telefonisch verkündet, dass das Holz nun fertig wäre – aus Kapazitätsgründen werde ich versuchen, das Zeug mit nem Hänger nach Neuschnoogland zu zergeln. Aus den Erfahrungen mit der Bretterbude habe ich aber so meine Bedenken bei der Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens…

33 Punktfundamente to go

Als dann am Wochenende plötzlich mal wieder Zeit für irgendwas war, wurde kurzerhand die monumentale Terrassenkonstruktion vorangetrieben. Das letzte Mal waren wir ja noch bei weitgehend sinnlosen Fadengerüsten stehen geblieben.

Hier also mal ein Blick auf solch ein Gebilde…

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Das Problem an Punktfundamenten ist der Begriff Punkt. Es ist nämlich relativ schwierig, ein punktförmiges und wegen des Bodenfrosts ca 80cm tiefes Loch zu generieren. Mit einem Spaten ist so etwas in einem vernünftigen Rahemn schlichtweg nicht zu schaffen – deswegen hat sich das Yoog in weiser Voraussicht neulich noch einen Erdbohrer in den Einkaufswagen gepackt – die Anschaffung hat sich bereits nach dem ersten Fundament als äusserst nützlich herausgestellt.

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Die Zeit, die man mit solch einem Gerät einspart kann man direkt weiterinvestieren um der globalen Krise mit vehementer Produktivität entgegenzustrotzen und die Stückkosten von Terrassenpunktfundamenten in den Bereich ugandischer Referenzlochkosten zu drücken…

man kann aber auch die europäische Weizenbierwirtschaft sinnvoll unterstützen…

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In der Bierpause kam mir dann auch die Lösung für das “rechte Winkel Problem”, welches sich ergibt, wenn man Fundamente im rechten Winkel von der Hauswand positionieren möchte.

Ich werde die Erfindung Rectangulator nennen…

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Und hier dann mal ein Einblick in die Wirkungsweise des Rectangulators – der hier schon in einer verstärkten Version zu sehen ist. Die erste Version war für schwere Tagebauarbeiten dann doch noch etwas zu instabil…

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Von allerhöchster Priorität beim Terrassenbau ist jedoch die Mitarbeitermotivation – 42 geplante Punktfundamente können den unvorbereiteten Heimwerker dann doch schon an die Grenze des mentalen Potentials bringen

Aus diesem Grund habe ich dann kurzerhand das Internetradio mit dem Bauradio vernaftelt… So kann nun beim Terrassenbau auch der passende Reggae-Sender herumnudeln – Dudelfunk ade, ab jetzt auch im Garten.
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35 Punktfundamente to go…

jaja – ich weiß… tausend Jahre nix geschrieben – aber es war ja auch Winter. Und nachdem neulich die Flitschebahn wieder aufgemacht hat, wurde in Neuschnoogland kurzerhand der Frühling beschlossen.

Frühling bedeutet in diesem Jahr ein weiteres Monsterprojekt, welches sich vermutlich so bis ins nächste Jahrtausend erstrecken wird und wogegen der Bau des Dreischluchtenstaudammes in China der Konstruktion einer eingeschossigen Sandburg am Lippesee gleichkommt.

Das Yoog wird nämlich die diesjährige Sparfachleerung des Finanzamts komplett in den Bau einer Terrasse von olympischen Dimensionen stecken.

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Aus historischen Gründen hier noch einmal ein “Vorher”-Bild. Wir sehen hier die zukünftige Südkurve.
Mit den Bauarbeiten begonnen wird allerdings auf der “Küchenflanke” – das liegt im Bild oberhalb des vergimmelten Tankstellengrills.

Im nächsten Bild ist der Moment des Baubeginns eigentlich schon vorbei. Von Grundsteinlegung kann allerdings noch nicht so sehr die Rede sein, da es sich eher um das In-den-Boden-Rammen einiger – beim Bau übrig gebliebener – Latten handelte, die eigentlich irgendwo auf’s Dach gehören.

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Der Fachleut nennt sowas die Errichtung eines Fadengerüsts – also den claim abstecken). Das ist zwar für unsere Pläne nicht wirklich nötig – aber schaden kanns auch nicht. Ich nutze solche Arbeiten gerne, um mich auf die ganze Geschichte einzuschwingen, denn wenn die Punktfundamente erstmal an der falschen Stelle stehen bedeutet das meist eine noch grössere Terrasse…

In der botanischen Versuchsanstalt Neuschnoogland standen ja eigentlich ganz andere Arbeiten an. Es sollten nämlich die frisch erworbenen Rasenkanten (inkl. Eckvariation) – allein das Material vermittelt den Eindruck jahrelanger Beschäftigung mit ebenjenem – um’s Haus drappiert werden, damit man hinterher so schönen bunten Kies da reinkleckern kann.

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Aber wie so oft kommt alles ganz anders…
“Du Yoog”, meinte das Schnaak, nachdem es vom Einkaufen zurückkam – “Die Nachbarn am Ende der Strasse brackern mit nem Bagger die ganzen Bambusdinger aus’m Garten”.

Das Yoog hat sich das dann auch gleich erstmal näher angeguckt – Bagger und so – und nach kurzen Gesprächen übern Gartenzaun wurde eine Teilevakuierung der wichtigsten Stengel beschlossen.

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Nach entspannten 4 Stunden Rumgehacke, Geschaufel, Gebiege, Gezergel und Meterhohestengelmitschubkarredurchdiegegendgefahre stehen die neuen Dschungelgewächse in Neuschnoogland. Weil die Dinger teilweise schon so hoch sind, dass sie problemlos aus der Dachrinne trinken könnten mussten wir noch ein paar Pflöcke aus’m Bastelladen besorgen – die Dinger torkeln sonst doch arg durchs Programm…

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Ein paar Gräser (die man im Winter leider wieder zurückschneidet) wurden bei der Gelegenheit auch noch gleich um die Bretterbude trappiert.

Tjo, fertig – meint der ambitionierte Gartenkünstler. Doch die aufmerksamen Kosmonauten werden sicher noch ein winziges Detail bemängeln. Es fehlt da nämlich noch die eine oder andere Rhizomsperre – da bleibt also für den Rest des Jahrhunderts noch einiges zu tun…

…die Bretterbude.
Irgendwie ist die ja fast so nebenbei entstanden. Hier mal ne Schraube und da mal ein Hölzchen und ab und an mal drei Tage pausenloses Herumschreddern.

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Zunächst haben wir den Bretterbudenclaim erstmal mit Rasenkanten abgesteckt. Das macht man, damit man ordentlich über die Dinger stolpern kann.

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Hinterher kommt Kies rein. Ich hab das gleiche Zeug genommen, wie zum Zement anrühren. Weil sich das besser in den Schuhen verteilt und man es so zuverlässiger in die Wohnung schlabbert (und weil davon noch ein Haufen herumlag).

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Dann kam der Tag, an dem die Bretterbude beim Händler lag. Schlau, wie wir nun mal sind, haben wir uns die Anlieferung gespart und das Zeug stundenlang selber durch die Gegend geackert… insgesamt 3 solche Fuhren – da ächzen Rumpelbrumm und Bandscheiben um die Wette.

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Zwischendurch noch ein bischen mit dem Benzinnudelholz herumgedengelt…

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Hier sehen wir das Schnaak bei der Qualitätskontrolle unserer ausgeklügelten Unterkonstruktion.

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Und hier sind dann schon die Fussbodenbretter draufgenagelt – Grund genug für einen zünftigen “Dans op de Deel” – da schlackern die Jumpstyler und Breakdancer nur mit den Baseballkäppies… jawoll

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Die Wände muss man zunächst festhalten – es empfiehlt sich daher, Bretterbuden mit vormontierten Wänden bei Windstille aufzubauen.

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Das irgendwas schief ist will man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hören…

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Und irgendwie werden die Teile, die noch wirr in der Gegend herumliegen und auf den Einbau warten, auch nicht wirklich weniger… Obwohl doch das halbe Dach schon drauf ist.

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Ein paar Teile sind übrig – keiner kann so recht sagen, wo die hingehören. Vermutlich bricht das ganze nächste Woche wieder zusammen. Aber jetzt wissen wir ja wie’s geht.

Ein paar Abschlussgedanken seien mir noch gestattet:

  • Die Bedienungsanleitung ist auf das allernotwendigste reduziert und selbst für technisch versierte Zeitgenossen mitunter etwas unverständlich – dafür aber in allen Sprachen die man nicht versteht.
  • Manche Masse passen selbst schon in den Zeichnungen nicht zueinander.
  • Die Verarbeitung dieser Buden ist, gemessen am Preis, unter ferner liefen einzustufen.
  • kompletter Selbstbau wird vermutlich nicht billiger aber auf jeden Fall deutlich besser.
  • wenn diese hier nächste Woche zusammengefallen ist, kauf ich Holz beim Händler und bau die nächste auch lieber selber. (das dauert zwar 4 Jahre länger, aber die hält dann mindestens 2 Wochen – also vermutlich doppelt so lange)

… upps, fetter Eintrag ist das heute

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