Neuschnoogland


Der Bretterbudensupport hat mich völlig unvorbereitet letzte Woche auf ein deutlich niedrigeres Lieferdatumrealitätslevel gezogen.

“Sie wissen schon… Hochsaison und die Bretterbuden müssen ja auch noch gefertigt werden… Qualität… hochwertig… Zeit…”

“Ja, klar – wenn man die Präzisionsbäume für die Hochleistungsbretter erst noch auspflanzen muss, dauert so ne Bretterbude schonmal bischen”

Somit haben die Schnoogs noch genügend Zeit, die Bretterbudenprojektierung zwei- bis dreimal hin- und her zu verplanen. Derweil hatte Yoog gerade Lust zu schaufeln und dachte sich, dass es besser ist, schonmal bischen mit schippen anzufangen. Nicht dass dann die Bretterbudenbäume fertig gewachsen sind und wir hier erst noch irgendwelche liegengebliebenen Aztekenschätze aus dem Boden schachten müssen.

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Die Ausgrabungsstätte befindet sich nun in direkter Nachbarschaft zu unserem neulich dahingefriemelten antikap Schutzwall, der – wie sich herausstellte – ein bischen niedrig ist. Aber für noch grössere Wackersteine hätten wir dann wieder ein paar Obelixe gebraucht – oder eben nen Kran… oder nen Bagger, mit dem man dann gleich noch den Aushub für einen schicken Privatozean hätte vollbringen können. Da begrenzt allerdings der noch im Eingangsbereich herumlungernde Kieshaufen die Lagerkapazitäten für den nicht zu unterschätzenden Aushub…

Im Hintergrund sehen wir auch ein bischen was von der ausgeklügelten Neuschnoogschen Gartenarchitektur mit grüner Tonne und einem Ensemble aus Europalette, Schubkarre und umgekippten Plastestuhl…

Weil das Yoog wegen der plötzlich aufgetauchten Eiszeit letzte Woche das ganze Bretterbudenprojekt nochmal überdenken konnte, gab es einige geringfügige Planänderungen im lange feststehenden Projektablauf. Genau genommen hab ich mir überlegt, alles ganz anders zu machen und deswegen hab ich gleich nochmal ein bischen Kram beim Baustoffbesorgungsunternehmen geordert.

Der Plan ist nun, erstmal die Grenze zum Nachbargrundstück zu befestigen.
Und auf’m Bildchen sieht man auch schon die turnhallengrossen Hinkelsteine zum Bau des antika… Bretterbudenschutzwalls.

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Die Anordnung der Steine ist überhaupt nicht zufällig sondern folgt einem genauen metaphysischem Schema, um die Energieströme positiv nach hinten zu überlagern.

Und schwer sind die Teile…

Die derzeitigen apokalyptischen Wetterzustände in der neuschnoogschen Bretterbudenarea lassen es einfach nicht zu, mit den Fundamenten für das Bretterbudenprojekt anzufangen.

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Da geht quasi nix. Das ist deswegen blöd, weil das Yoog gerade seinen Resturlaub abarbeitet.

Da mir aber neulich durch mysteriöse Umstände ein Bauplan für eine Gartenbank in die Hände gefallen ist, wurde kurzerhand Holz besorgt – in diesem Falle Lärche – und mit den Arbeiten für eine Bank in den Aussenbereichen der Bretterbude begonnen…

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Kaum zu glauben, dass man derart viele Holzbohlen für eine schnöde Gartenbank braucht – steht aber so im Bauplan.
Nach der teilweisen Fertigstellung des ersten Teils von geschätzten 100 ergibt sich dann das etwas ernüchternde Resümee, dass die geplante Mutter aller Gartenbänke auf keinen Fall billiger wird, als eine gekaufte. Die Differenz in der Zeit zwischen einem Selbstbau und einem Selstkauf lässt sich mit herkömmlichen mathematischen Methoden nicht mehr beschreiben.

Bei der Kultivierung von Neuschnoogland wurde das Yoog dann ganz unverhofft vor schier unlösbare Personalprobleme gestellt, denn jemand muss die neuschnoogschen Kolonien und den darauf ausgebrachten Samen vor den zerstörerischen Fressattacken einer lokal ansässigen Taubenbande schützen. Da sich weder das Yoog noch das Schnaak unmöglich selbst den ganzen Tag in den Garten stellen können (die daraus resultierenden Probleme würden selbst hatnäckigst herummarodierendes Flattervieh in den Schatten stellen) brauchen wir dringend Wachpersonal…

Ich stelle vor: unser neuer Outdoor Security Manager, der Herr Scheuch – Willkommen im Team

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Hier stimmt was nicht – vermeldete neulich die Nachbarin. Stimmt! und müffeln tut’s auch. Die Abwasserkanäle haben offensichtlich Ihren Dienst verweigert und erfordern Initiative.

Also wurde zunächst erst einmal ein Forschungsexpedition entsandt, die genau vermessen sollte, wo denn nun der Kern des Übels steckt.

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Die Tatsache, das wir immernoch lediglich eine “Baustrasse” haben hat Vor und Nachteile. Nachteilig ist, das die Kanaldeckel verdeckt sind und die Position erst aufwendig anhand historischer Aufnahmen aus der Bauphase recherchiert werden muss. Vorteil – man kann einfach drauf los schaufeln…

Das Ergebnis der Ermittlungen, ist nicht sonderlich erbauend – und hier im Bild auch schon deutlich entschärft…

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Dank des Rohrbfreiblasbeauftragten, den wir für teuer Geld bestellen mussten…

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Die gelernte Lektion:

Binden, Windeln, Küchentücher und alles was sonst noch ins Klo passen könnte, gehören da nicht rein! Hat sich offensichtlich bei einigen Zeitgenossen noch nicht herumgesprochen…

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