Neuschnoogland


Als das Yoog heute so aus der Klappse dem Büro kam, schlöppelte ungewohntes Getier durch Neuschnoogland und die angrenzenden Kolonien. Zwei Enten hatten sich offenbar verlenkt und sind in unserem Unkraut englischem Garten notgelandet. Allerdings hatten die beiden Havaristen weder Respekt vor dem Yoog als Autorität noch einen irgendwie gearteten Zeitdruck, so dass sich die Kosmonauten erstmal in Neuschnoogland breitgemacht haben.

Der Herr Steif hatte dann die glorreiche Idee, die Kollegen mit einem Brötchen und etwas Wasser zu verköstigen, so dass die Kollegen sogleich handzahm wurden.

enten.jpg

und während unseres kleinen Angrillens sind die dann ein Meter vom Grill entfernt kurzerhand weggeschnorchelt (klar wenn man als Ente fast ein halbes Brötchen wegknuspert). Alle Überredungsversuche zur freiwilligen Bestückung des Dreibein-Tankstellengrills zwecks Generierung chinesischer Spezialitäten sind übrigens fehlgeschlagen – das Flattervieh wollte lieber Brötchen…

Weil bei den Schnoogs im Garten quasi gar nichts voran geht – der gemeine Städter unterschätzt meist den Aufwand eines wie auch immer gearteteten Gartens – hat sich das Yoog zur Angewohnheit gemacht, hin und wieder mal ein Bild vom Balkon von der Stelle am Haus, wo ursprünglich der Balkon mal hinsollte zu knipsen. Hintereinandergereiht ergibt das dann einen Zeitraffer, auf dem man wenigstens ein bischen Veränderung bei der Kultivierung von Neuschnoogland erkennen kann (in Wesentlichen ist das noch die Europalette, die ab und an im Weg liegt und dann verschoben wird)

Wie das Yoog feststellen musste, ist auch in diesem filmischen Meisterwerk mal wieder der Vor- und Abspann länger als die Handlung – das wird sich aber vermutlich noch ändern.

Aus der Bauphase hatte ich noch ein 3D-File, welches ich zur Terassenplanung weiterverwursten konnte. Somit konnte ich mir viel Arbeit sparen und mich ganz den architektonischen Finessen widmen. Heraus kam erstmal Terrasse_v1.

Terasse_v1.jpg

Das schöne am CATP (Computer Aided Terrassenplanung) ist, dass das Programm (ich benutze hier das kostenlose Google SketchUp) einem gleich die verplante Grundfläche ausspuckt – in diesem Fall 48,7406 m^2. Und so ganz nebenbei rettet das Yoog dann wieder mal die Welt, weil sich das bei der Fläche mit dem Tropenholz nämlich erledigt hat.

Die marmorierten Wasserspiele und die Bonsaigarage sollte der geneigte Kosmonaut erstmal nicht so ernst nehmen – das sind derzeit nur Gedankenspielereien – ebenso wie die Treppe. Da muss das Designyoog nochmal ran.

Für alle Fälle pack ich hier mal die SketchUp-Datei hin [Terrasse_v1.skp] – vielleicht entdeckt ja jemand den Star-Architekten in sich und braucht noch ein Referenzprojekt…

Der Frühling lässt ja so langsam erahnen, dass auch in diesem Jahr wieder diverse Schnitzel auf den Grills der Republik verschmurgeln werden und so fiel es dem Yoog neulich wie Zaunslatten aus den Locken, dass nicht nur drinnen noch unvorstellbar viel Arbeit wartet, sondern auch draussen – in Neuschnoogland.

denn da siehts derzeit ja immer noch etwas mondisch aus… also etwa so wie auf dem Bild

IMG_0960.jpg

Die Gartenanlagen beschränken sich auf ein paar, vom Balkon herübergerettete Blumenkübel, der Rest ist Sand, Erde und “Zeug”, was die Handwerker sonst noch so heimlich da verteilt haben (das will ich im einzelnen gar nicht wissen, weil man davon vermutlich direkt tot umfällt)

Was mir bei meiner letzten Neuschnoogland-Aussen-Inspektion aufgefallen ist, ist das Nichtvorhandensein einer wie auch immer gearteten, Grill-Infrastruktur.
Mit anderen Worten – ich will im Sommer ne Terrasse. Und da isses mir egal, ob ich drinnen schon Türen hab oder als Hauseingang noch ne selbstgebastelte Holzstiege fungiert – man(n) hat erst ein zu Hause, wenn der Grill eins hat.

Also Internet angeschmissen und unverzüglich den “König des Holzterrassenselbstbaus” ausfindig gemacht. Der Mann heisst Andreas und hat hier den Bau seiner Holzterrasse beschrieben. Die Lektüre des grossartigen Werks hat zur Folge, dass man sich quasi wie in Trance beim nächsten Holzhandel wieder findet. Der freundliche Holzfachverkäufer holt einen dann allerdings recht schnell auf den Boden der nicht vorhandenen Terrasse zurück und zerstört mit einem Bierdeckeldreisatz den Traum von der 4-Hektar-Terrasse.

Also wieder nach Hause und erstmal tief durchatmen. Zunächst brauchen wir erstmal einen groben Plan, wie die Terrasse denn überhaupt mal aussehen soll…

IMG_0953.jpg

…denn derzeit macht die noch nicht so richtig viel her.

An der Stirn und *ähm* Seiten-seite haben wir bodentiefe Fenster, die alle bedien- und begehbar sind. Da soll in jedem Fall auch was vor, damit man im Sommer die Blumenkübel vor die Fenster stellen kann (Wir haben das eigentlich beim Bau schon berücksichtigt – man sieht das am Sockel vom Haus). Die Terrasse soll dann irgendwann mal um den Eckpfeiler herumkonstruiert werden.

Und weil man sich das irgendwie alles überhaupt nicht vorstellen kann, hab ich beschlossen erstmal noch ne Nacht drüber zu schlafen und später ne neue Terrassenbaurubrik hier einzubauen.

Jetzt können wir’s nun endlich herausposaunen:

TREPPÄH, Wir haben eine TREPPÄH

Vorbei die Zeiten, in denen man sich die Knie wegen der viel zu hohen Stufen verbiegen muss. vorbei auch die Zeiten, in denen man Gefahr läuft, im Halbschlaf dahintorkelnd auf der Bautreppe falsch zu schlurchen und Gefahr zu laufen in den Keller zu fallen – denn wir haben jetzt eine Treppe…

Zur Erinnerung noch mal das alte, provisorische Ding

IMG_0855.jpg

und hier jetzt nun unsere neue, formschöne, in zeitloser Holzästhetik liebevoll handgedengelte und mit einem unglaublichem Getöse, Staub und Dreck eingebaute Treppe

IMG_0863.jpg

Schöön…

« Vorherige SeiteNächste Seite »