unterwegs


…führte uns, man mag es kaum glauben, nach Tschechien ins Riesengebirge.

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Allerdings hatte uns in diesem Jahr der olle Rübezahl irgendwie nicht auf der Schneeliste – war nämlich nix gross mit Pipeflitschen. Das haben wir hier schon anders gesehen.

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Ist aber auch egal, schließlich weis sich der erfahrene Tschechienreisende zu helfen. In unserem Fall hilft meist die Eingangstür eines Gasthauses – hier traditionell der Semanek. Das Yoog hat es dort einst geschafft, der Sprachbarriere sei Dank, einen Vorspeisenteller mit 4 Wiener Schnitzeln zu bestellen…

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Die klassische Konversation: “trinken bitte?”, “Essen bitte?”, “Bitte Danke!” endet in aller Regel in einem wunderbaren Durcheinander, so dass sich jeder recht schnell gut aufgehoben fühlt.
Achtung! Wer sein Bier leer trinkt, bekommt ein Neues – ohne Nachfrage. Solch eine kurze Rast kann also durchaus auch mal bischen dauern…

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Hin und wieder flockte es dann trotzdem leicht vom Himmel. Diese Zeit wurde dann intensiv der Glühweinforschung gewidmet.

Der gemeine Twingo mit ausgebauter Rücksitzbank eignet sich nicht nur vorzüglich als Umkleidekabine…

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sondern bietet auch komfortable Winkplätze.

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war ich mal wieder in Brüssel und wäre eigentlich ganz gern noch ein bischen da durch die Strassen expediert – aber der Bus wollte dann auch wieder los…
Notiz an mich: mal in Ruhe nach Brüssel fahren

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Weil sich das Leben bei den Schnoogs derzeit mit exponentiell steigender Zeitgeschwindigkeit auf eine Art fluktuative Chaossingularität zubewegt, kann das Yoog leider nur hin und wieder mal vom hiesigen, bloggonautischen Ereignishorizont rüberwinken und den interessierten Kosmonauten ein virtuell entspanntes “Alles wird Gut” herüberkreischen.

Meinen neuen Naturfilm vom Rande des Wirbelsturms reiche ich dann mal bei Gelegenheit nach.

Neulich…

Ort: Brüssel / Belgien, Uhrzeit: Feierabend Rushhour, 32°C im Schatten

Das Yoog kommt von einer Veranstaltung zur Mikrosystemintegration und will nach Hause. Das ich mich in Brüssel so ziemlich überhaupt gar nicht auskenne macht nichts, denn ich habe ja so ein Wunderwerk der Mikrosystemintegration als Ausrüstungsgegenstand eingepackt – ein Satellitennavigationsgerät. Der kleine Kosmonaut wird schon ordentlich mit dem grossen Kosmonauten oben im Orbit herumkommunizieren und mir den Weg weisen…

Ich schalte das Ding ein:

Kosmonaut: “tüdeldüt”
Yoog: *schlüsselrumdrehkupplungtretundgangschalt*
Kosmonaut: “…”
Yoog: “was is’n nu?”
Kosmonaut: *satellitensuch* [er hat erst 3 geortet braucht aber 4]
Yoog: “mmh, sicher die hohen Häuser hier – ich fahr schonmal los. Vielleicht findet er da vorn die Satelliten ja besser”

…da vorn angekommen

Kosmonaut: “tüdeldüt”
Yoog: “Ahh”
Kosmonaut: weiss jetzt wo er ist und berechnet, wo wir hin müssen
Yoog: “Nu mach schon, ich steh hier mitten auf ner Kreuzung”
Kosmonaut: “tüdeldüt” Wir müssen rechts abbiegen
Yoog: “grmmpf – dann ist das hier die falsche Spur”
Kosmonaut: “tüdeldüt” Wir sind falsch ich berechne neu…
Yoog: fährt in den Tunnel
Kosmonaut: “tüdeldüt” der Satellit ist weg
Yoog: “Ja schon klar, wir sind ja auch im Tunnel”

nach dem Tunnel

Kosmonaut: “tüdeldüt” Ich weiss nicht wo ich bin – orte erstmal die Satelliten
Yoog: “Herrjeh, wir sind doch höchstens 300 Meter weiter weg von der Stelle, von der Du noch wusstest, wo Du bist”
Kosmonaut: …sucht nach Satelliten…
Yoog: “Da vorn ist schon wieder ein Tunnel – den umfahr ich mal besser, damit der Kosmonaut nicht durchdreht”
Kosmonaut: “tüdeldüt” – hat Satelliten gefunden und berchnet die Strecke neu…
Yoog: befindet sich derweil auf einem dreispurigen Kreisverkehr “Ein Glück, dass es egal ist wohin ich falsch fahre…”
Kosmonaut: “tüdeldüt” – da vorne rechts
Yoog: “Ahh – jetzt werden wir langsam ein Team, der Kosmonaut und ich…”

…da vorn angekommen

Kosmonaut: “tüdeldüt” bitte rechts abbiegen
Yoog: “geht nicht – die Strasse wird neu gepflastert”
Kosmonaut: “tüdeldüt” wir sind falsch – ich berechne neu
Yoog: “fahr ich halt die nächste rechts – das wird schon irgendwie klappen”
Kosmonaut: “tüdeldüt” bitte wenden
Yoog: “Yo, das hättste gerne – mich wieder über den furchtbaren Kreisel scheuchen…”
Kosmonaut: “tüdeldüt” bitte wenden
Yoog: “weisste was? ich fahr jetzt einfach Richtung Osten (also Sonne etwa im Rücken) – da liegt nämlich von Belgien aus gesehen Deutschland – das kann gar nicht falsch sein…”
Kosmonaut: “tüdeldüt” – berechne Strecke neu
Yoog: findet ein Autobahnschild und fährt drauf – STRIKE – genau richtig
Kosmonaut: “tüdeldüt” auf dieser Strasse bleiben
Yoog: jaja – Spitzengerät, so ein Kosmonaut – wahrscheinlich fahr ich blos zu schnell – da kommt der kleine nicht richtig mit.
Kosmonaut: “tüdeldüt”…schaltet sich ab – Batterie alle

Epilog:
Zur Rehabilitation der Kosmonauten muss ich hier noch hinzufügen, dass es sich zwar so ziemlich genauso abgespielt hat, aber doch schon ein paar unglückliche Umstände zusammengekommen sind. Ausserdem handelte es sich um einen kleinen Handkosmonauten, welcher zwar routingfähig ist – aber doch eher für’s wandern konzipiert wurde.

gute Reise

ist wirklich eine schöne Stadt – und ich schreib das nicht blos, weil ich da gross geworden bin – auch das Schnaak meint das durchaus ernst. Mir blieb ja leider nicht so viel Zeit, mich dem professionellem Tourismus hinzugeben – ich hatte diesmal beruflich da zu tun und ich möchte den geneigten Kosmonauten auch keinen Neuaufguss von Semperoperbildern präsentieren.

Dem Yoog ist da ein viel unglaublicherer Schnappschuss gelungen – eine wahrhaft seltene Begegnung, die nur äusserst glücklichen Umständen zu verdanken ist und selbst Sichtungen eines Yeti oder dieser komischen Wolpertinger in den Schatten stellt.
Ich traf nämlich ein Ampelmädchen

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Über den folgenden neuzeitlich anthropologischen Test, der auf – der Sachse sagt – verhohnepiepelnde Art die fremdsprachlichen Entwicklungen des geteilten Deutschlands aufzeigt, ist dann irgendwann das Schnaak gestolpert. Ich fands eigentlich lustig – das Schnaak irgendwie weniger. Sie hat mir die Karte dann aber trotzdem geschenkt.

Vermutlich die Rache eines Zeitgenossen, der nach jahrelanger Plackerei mit fiktiven Brieffreunden namens Boris oder Dimitri plötzlich feststellen musste, dass man in Zeiten interstellarer Globularisation mit russischen Sprachkenntnissen auf dem Arbeitsmarkt kaum noch einen Blumentopf gewinnen kann. Es sei denn, man wird Postkartenlyriker.
Aber lesen Sie doch selbst :D

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Nicht nur das Fliegen an sich ist ja bekanntlich ziemlich gefährlich. Auch wenn die Dinger (hier ein A380) nur so vermeintlich harmlos am Boden herumstehen und unschuldig tun, könnte ziemlich viel passieren.

Zum Beispiel könnte der Pilot aus Versehen an den Zündschlüssel kommen und die Triebwerke einschalten, während das Yoog hinter den Turbinen steht… oder eine Tragfläche bricht ab – ich lebe wirklich gefährlich derzeit, quasi am Limit

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